Gerhard Graubner

deutscher Architekt; schuf Großbauten, u. a. Theatergebäude (u. a. in Bochum, Bremerhaven, Mannheim); Prof. an der TH in Hannover 1940-1967

* 29. Januar 1899 Dorpat/Tartu (Estland)

† 25. Juli 1970 Hannover

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 51/1970

vom 7. Dezember 1970

Wirken

Gerhard Graubner wurde am 29. Jan. 1899 in Dorpat in Estland als Sohn eines Arztes geboren. Seine Mutter war Württembergerin. Unter seinen Vorfahren befinden sich viele Bauhandwerker. G. studierte Architektur an den Technischen Hochschulen von München und Stuttgart und war dann Assistent an der TH Stuttgart unter Fiechter und vor allem Professor Paul Bonatz, der G. in den Jahren 1925-32 zu seinen großartigen Aufgaben heranzog. Als Privatarchitekt und im Behördendienst seit 1932 (er war zuletzt Regierungsbaumeister a.D.) hat G. dann selbst viele Großbauten geschaffen: u.a. Preußag Hannover, die Schauspielhäuser Bochum und Bremerhaven, die Stadthalle Mülheim, die Verwaltungsgebäude von Ruhr-Stickstoff und Ewald-Kohle, das Rathaus Aachen, das Nationaltheater Mannheim u.a. 1939 wurde G. die technische Leitung der Stadtplanungsgesellschaft der Stadt Düsseldorf übertragen. Viele Wettbewerbe wurden zu seinen Gunsten entschieden. So erhielt er den 1. Preis für den Plan der Stadt Wilhelmshaven und den 1. Preis im Constructa-Wettbewerb II. 1951 wurde sein Plangutachten für die Marktplatz gestaltung in Hildesheim ausgezeichnet und zur Durchführung vorgeschlagen. Vor ...