Gerhard von Rad

deutscher ev. Theologe; bedeutender Alttestamentler; Prof. u. a. in Jena 1934-1945, Göttingen 1945-1949 und Heidelberg 1949-1967

* 21. Oktober 1901 Nürnberg

† 31. Oktober 1971 Heidelberg

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 01/1972

vom 27. Dezember 1971

Wirken

Gerhard von Rad wurde am 21. Okt. 1901 in Nürnberg als Sohn eines Medizinalrats geboren. Er studierte evangelische Theologie in Erlangen und Tübingen. Nach der Promotion und Habilitation war er von 1930-1934 Privatdozent f+r alttestamentliche Theologie an der Universität Leipzig, dann Ordinarius an der Universität Jena, ab 1945 in Göttingen und seit 1949 schließlich in Heidelberg. v. R., dessen Fachgebiet die Alttestamentliche Theologie und Wissenschaft war, las 1960/1961 als Gastprofessor am Theologischen Seminar der Princeton-Universität in den USA.

Er war Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Heidelberg seit 1955. Veröffentlichungen: "Das Gottesvolk in Deuteronomium" (29), "Das Geschichtsbild des chronistischen Werkes" (31), "Die Priesterschrift im Hexateuch" (39), "Das formgeschichtliche Problem des Hexateuch" (38), "Deuteronomiumstudien" (47, auch englisch), "Das erste Buch Mose" (53, 8. Aufl. 1967, auch englisch), "Das erste Buch Mose" (53, 8. Aufl. 1967, auch englisch) "Der Hl. Krieg im alten Israel" (51, 5. Aufl. 1966) "Gesammelte Studien ...