Gunnar Gunnarsson

isländischer Schriftsteller; Werke: Romane, Lyrik, Dramen, Essays, u. a. "Die Leute auf Borg", "Strand des Lebens", "Sieben Tage Finsternis", "Die Eidbrüder", "Schiffe am Himmel", "Island, die Sagainsel"

* 18. Mai 1889 Fljotsdalur

† 21. November 1975 Reykjavik

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 03/1976

vom 5. Januar 1976

Wirken

Gunnar Gunnarsson wurde am 18. Mai 1889 auf dem Pfarrhof Valpjófsstadur in Fljotsdalur im östlichen Island geboren. Sein Onkel war dort Pfarrer, und sein Vater verwaltete den Hof. 1896 siedelte der Vater auf den etwas nördlicher gelegenen Bauernhof Ljotsstadir im Vopnafjord über, wo der Junge die Schafe hütete und alle Bücher verschlang, deren er habhaft werden konnte. In seiner bäuerlichen Umwelt waren die Lieder und Sagen der nordischen Vorfahren noch lebendig. Der frühe Tod der Mutter hinterließ dauernden Eindruck und fand später dichterischen Niederschlag in G.s Werken, besonders in der Trilogie "Schiffe am Himmel", "Nacht und Traum", und "Der unerfahrene Reisende" (Sammeltitel "Die Bergkirche").

Mit 17 Jahren ging er für kurze Zeit nach Akureyri im Norden Islands. Hier fand er einen Buchdrucker, der seine erste Gedichtsammlung "Modurminning, ...