Gunter Demnig

deutscher Künstler; Werke: überwiegend Rauminstallationen und Performances; v. a. bekannt durch seine "Stolpersteine" (Betonpflastersteine mit Messingplatte, die an die Opfer der Nationalsozialisten erinnern); andere Projekte: "Duftmarken", "Blutspur", "Ariadne-Faden"

* 27. Oktober 1947 Berlin

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 39/2017

vom 26. September 2017 (fl)

Herkunft

Gunter Demnig wurde am 27. Okt. 1947 in Berlin geboren. Die ersten acht Lebensjahre verbrachte er in der DDR und zog dann mit seiner Mutter und seiner Schwester zum Vater nach West-Berlin. Der Vater Wilfried Demnig war Bauingenieur; die Mutter Hildegard, geb. Mattussek, kümmerte sich um die Familie.

Ausbildung

Nach dem Abitur 1967 studierte D. Kunstpädagogik an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin, wo er 1969-1970 auch ein Kurzstudium in Industrial Design absolvierte. 1971 wechselte er an die Kasseler Kunstakademie und legte dort 1974 das Erste Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien ab. Anschließend studierte er bis 1977 Freie Kunst an der Universität Kassel bei Harry Kramer.

Wirken

Ab 1977 arbeitete D. in Kassel für zwei Jahre im Bereich Denkmalsanierung, wo er für die Planung, Bauleitung und Ausführung zuständig war. Daran schloss sich 1980-1985 eine Stelle als künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Kunst der Universität ...