Gustav Gundlach

deutscher Sozialphilosoph und Jesuit; 1929 Prof. an der Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt/Main; Prof. für Sozialphilosophie und Soziologie an der Gregoriana in Rom 1934-1962; ab 1962 wissenschaftlicher Leiter der Zentralen Forschungsstelle für die katholische Soziallehre in Mönchengladbach; u. a. Berater von Papst Pius XII.

* 3. April 1892 Geisenheim/Rheingau

† 23. Juni 1963 Mönchengladbach

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 38/1963

vom 9. September 1963

Wirken

Gustav Gundlach, kath., wurde am 3. April 1892 in Geisenheim im Rheingau geboren, besuchte ein Gymnasium in Frankfurt am Main und weihte sich der priesterlichen Laufbahn. Er studierte an der Universität Freiburg im Breisgau und an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Valkenburg des Jesuitenordens sowie an der Universität Berlin katholische Theologie, Nationalökonomie und Soziologie und promovierte zum Dr. theol. und Dr. phil. Danach war G. Dozent und Professor an der Philosophisch Theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt am Main.

Von 1934-1962 wirkte G. als Ordinarius für Sozialphilosophie und Soziologie an der Päpstlichen Universität Rom und galt als Ratgeber von Papst Pius XII. in sozialen Fragen.

Er ist Verfasser von bedeutenden Kommentaren zu wichtigen päpstlichen Rundschreiben über Sozialprobleme und anderer wissenschaftlicher Arbeiten auf seinem Fachgebiet. U.a. schrieb er "Zur Soziologie der katholischen Ideenwelt und des Jesuitenordens" (1927), "Die sozialen ...