Gustav Hartlaub

deutscher Kunsthistoriker; ab Anfang der 20er Jahre Direktor der Mannheimer Kunsthalle (1933 seines Amtes enthoben); kunstgeschichtliche Werke u. a.: "Die Grafik des Expressionismus in Deutschland", "Vincent van Gogh", "Die großen engl. Maler der Blütezeit", "Fragen an die Kunst"

* 12. März 1884 Bremen

† 30. April 1963 Heidelberg

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 28/1963

vom 1. Juli 1963

Wirken

Gustav FriedrichHartlaub, ev. wurde am 12. März 1884 in Bremen geboren. Die Familie stammt aus Schweinfurt; der Großvater H.'s war ein bekannter Ornithologe und Arzt in Bremen; der Urgroßvater Senator in Bremen. Nach Absolvierung des Bremer Gymnasiums studierte er neue Kunstgeschichte und Archäologie in Freiburg, Berlin, Wien, München und Göttingen. In Göttingen promovierte er im Jahre 1910 summa cum laude zum Dr. phil.

Ab 1913 war er dann Kustos bzw. ab 1920 Direktor - als Nachfolger Fritz Wicherts - der Städtischen Kunsthalle in Mannheim. Als Direktor der Kunsthalle baute er die Galerie des 19. und 20. Jahrhunderts zu einer der schönsten deutschen Sammlungen neuerer Kunst aus. Er hielt außerdem Vorträge im Rahmen des "Freien Bundes zur Einbürgerung der Bildkunst in Mannheim", veranstaltete und beschickte Ausstellungen, auch Wanderausstellungen, wie "...