Gustav V.

König von Schweden; bestieg 1907 den schwedischen Thron; Sohn Oskars II. und Sophias von Nassau; verh. mit Viktoria von Baden; trat in beiden Weltkriegen für eine Neutralität Schwedens ein

* 16. Juni 1858 Stockholm

† 29. Oktober 1950 Stockholm

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 43/1950

vom 16. Oktober 1950

Wirken

Gustav V. (Adolf) wurde am 16. 6. 1858 im Schloss Drottningholm als ältester Sohn des Königs Oskar II. und der Königin Sophie, einer geborenen Prinzessin von Nassau, geboren. Im Jahre 1881 heiratete er die Prinzessin Viktoria von Baden, Tochter des Grossherzogs Friedrich I. von Baden und Enkelin Kaiser Wilhelm I. Sie starb nach fast 50jähriger Ehe im Jahre 1930. Der Ehe waren zwei Söhne entsprossen: der König Gustav VI. Adolf und Prinz Wilhelm.

Gustav V. bestieg am 8. Dez. 1907 nach seines Vaters Tod den schwedischen Thron. Die Personalunion mit Norwegen war im Jahre 1905 gelöst worden. Den Traditionen des Landes entsprechend hat der König sich in dessen innere Politik kaum je eingemischt, so dass sein Verhältnis zum schwedischen Volk stets ungetrübt geblieben ist. Dagegen hat er alle kulturellen und auswärtigen Interessen tatkräftig gefördert. Im Ausland ist er besonders bekannt geworden durch seine Leidenschaft für das Tennisspiel, das er bis in die ...