Hans Bornkessel

fr. Kommunalpolitiker

* 26. April 1892 München

† 15. September 1977 Garmisch-Partenkirchen

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 46/1977

vom 7. November 1977

Wirken

Hans Bornkessel wurde am 26. April 1892 in München geboren, wo er das Gymnasium besuchte. Nach Teilnahme am Ersten Weltkrieg, dem Studium der Rechte und der Promotion zum Dr. jur. legte er im Jahre 1921 die zweite Prüfung für den höheren Justiz- und Verwaltungsdienst ab. Er war zunächst in der inneren Verwaltung Bayerns, u.a. als Bezirksamtmann in Berneck und Schwabach tätig. Seit 1927 gehörte er der SPD an. 1929 wurde B. Rechtsrat der Stadt Fürth. Im Jahre 1933 wurde er vom Dienst suspendiert und 1934 in den Ruhestand versetzt. Außerdem wurde er wegen seiner Zugehörigkeit zur SPD im Jahre 1939 zehn Monate im KZ Oranienburg-Sachsenhausen in Haft gehalten. Von 1940 bis 1945 war er bei den Arado-Werken in Potsdam tätig.

Nach Kriegsende übernahm B. 1945 das Amt des Landrats und stellvertretenden Oberlandrates in Eberswalde bei Brandenburg. Im Februar 1946 wurde B. zum Oberbürgermeister von Fürth gewählt, ein Amt, in dem er 1948, 1952 und 1958 in Wahlen bestätigt wurde. 1964 schied er altershalber aus seinem Amt. Mit B.s Name ist Wiederaufbau und Wiederaufstieg der lebendigen Nachbarstadt Nürnbergs verbunden. 1947 wurde ...