Hans Carl Graf von Hardenberg

fr. deutscher Diplomat

* 11. Dezember 1909 Hannover

† 19. Januar 1996 München

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 20/1996

vom 6. Mai 1996 (lm)

Herkunft

Hans Carl Graf von Hardenberg, ev.-luth., war der Sohn des Majors Hans Graf von Hardenberg und der Alice, geb. v. Campe. Sein Vater starb 1943 an den Folgen eines Luftangriffs auf Hannover. Die Freiherrn und Grafen von Hardenberg gehören zum niedersächsischen Adel, wurden aber vor allem durch den preußischen Staatskanzler, Fürst Karl August von Hardenberg bekannt, der in der Napoleon-Zeit mit Unterbrechung (auf Befehl Napoleons) die preußische Politik bestimmte und die Stein-Hardenbergschen Reformen (Gewerbefreiheit, Judenemanzipation, Bauernbefreiung und Steuereformen) durchsetzte. Auch der Dichter Novalis gehört zur weitverzweigten Familie Hardenberg.

Ausbildung

Graf H. ist Absolvent der Klosterschule Roßleben bei Dessau und studierte in Lausanne, Washington (Georgetown) und Göttingen Rechtswissenschaften. 1936 bestand er die Zweite juristische Staatsprüfung.

Wirken

1938-1942 war er in der Handelspolitischen Abteilung des Reichswirtschaftsministeriums als Regierungsrat tätig. Ab 1943 tat er Kriegsdienst und geriet 1945 in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er erst 1953 zurückkehrte.

1953 trat er als Referatsleiter in die Handelspolitische Abteilung des Auswärtigen Amtes in Bonn ein. Ab 1957 machte er sich als Leiter des Staatssekretärbüros (bei Scherpenberg) auf dem Bonner Terrain ...