Hans Groebe

deutscher Industriemanager; fr. Aufsichtsratsvorsitzender von AEG-Telefunken; Dr. jur.

* 29. September 1916 Breslau

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Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 18/1977

vom 25. April 1977 , ergänzt um Meldungen bis KW 01/1981

Herkunft

Hans Groebe wurde 1916 als Sohn eines Gymnasialprofessors in Breslau geboren.

Ausbildung

1935 begann G. bei AEG eine kaufmännische Lehre. Im 2. Weltkrieg leistete er seinen Kriegsdienst. Nach dem Kriege studierte er Rechtswissenschaften in Freiburg. Er hörte dort bei Walter Eucken. 1949 promovierte er zum Dr. jur.

Wirken

Nach Abschluss seines Studiums trat G. erneut bei AEG ein. Er arbeitete zunächst in der Frankfurter Verkaufsleitung und Revisionsabteilung. 1955 wurde ihm die kaufmännische Leitung des AEG-Büros Münster übertragen. Von 1958 an war G. sechs Jahre lang kaufmännischer Leiter des AEG-Büros Hannover. 1964 wurde er zum Generalbevollmächtigten ernannt und übernahm gleichzeitig die Leitung des Geschäftsbereichs "technisches Liefergeschäft". Anfang 1966 wurde er zum stellvertretenden, im Juli desselben Jahres zum ordentlichen Vorstandsmitglied bestellt. 1970 folgte G.s Berufung zum Vorstandsvorsitzenden des AEG-Telefunken-Konzerns.

1973 vereinbarten die Elektro-Unternehmen Siemens und die AEG, Produktions- und Forschungsstätten für den Bau von Kernkraftwerken zusammenzulegen. Sie brachten ihre Nuklear-Abteilungen damit in die gemeinsame Tochtergesellschaft Kraftwerk Union (KWU) in Mülheim ein. 1971 war es zwischen Nixdorf ...