Hans-Erhard Bock

deutscher Internist; Lehrer der Differentialdiagnostik; Erfinder eines Erythrocytometers zur Größenbestimmung roter Blutkörperchen; Veröffentl. u. a.: "Klinik der Gegenwart", "Sport und Leibeserziehung"

* 31. Dezember 1903 Waltershausen/Thüringen

† 12. Juli 2004 Tübingen

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 47/1998

vom 9. November 1998 (bl)

Herkunft

Hans-Erhard Bock, ev.-luth., wurde am 31. Dez. 1903 in Waltershausen/Thüringen als Sohn eines Lehrers und späteren Schulleiters geboren.

Ausbildung

B. absolvierte das Gymnasium in Gotha und studierte anschließend Medizin in Marburg, München, Jena, Bonn und Hamburg. 1927 promovierte er zum Dr. med. Danach war er als Assistenzarzt am Krankenhaus in Hamburg (unter Prof. Wohlwill/Pathologie, Prof. Bornstein/Pharmakologie, Prof. Pette/Neurologie und Prof. Hegler/Innere Medizin) sowie als Oberarzt an der Medizinischen Universitätsklinik in Frankfurt/M. (bei Prof. Volhard) tätig. 1935 habilitierte er sich in Frankfurt/M. und übernahm dort eine Privatdozentur (1936).

Wirken

1942 wurde B. außerplanmäßiger Prof. und Oberarzt an der Medizinischen Universitätsklinik in Tübingen (bei Prof. Koch), ihm folgte er als Oberarzt im April 1942 nach Berlin. Er wirkte außerdem von Okt. 1942-1945 als beratender Internist der Luftwaffe im Rang eines Stabsarztes der Reserve. 1949 wurde B. als Ordinarius und Direktor der Medizinischen Universitätsklinik nach Marburg/L. berufen. 1960-1961 war er dort Rektor der Universität. Während seiner Marburger ...