Hans-Ulrich Granow

Diplomat

* 21. Januar 1902 Liegnitz

† 9. August 1964 Stockholm

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 44/1964

vom 19. Oktober 1964

Wirken

Hans-Ulrich Granow wurde am 21. Jan. 1902 als Arztsohn in Liegnitz in Schlesien geboren, wuchs aber in Frankfurt/Main auf. Er besuchte dort das Lessing-Gymnasium und die Universität, an der er 1924 zum Dr. jur. promovierte. 1923 bestand er die erste, 1927 die zweite juristische Staatsprüfung, ging als Gerichtsassessor nach Berlin und trat ein Jahr später in den auswärtigen Dienst ein, dem er bis 1943 in verschiedenen Stellungen angehörte, u.a. arbeitete er an den Auslandsvertretungen in Bagdad, New York, Ottawa, Paris, Amsterdam und Athen. Im Jan. 1944 wurde G. aus politischen Gründen in den Ruhestand versetzt.

1944-1945 war G. Soldat und amtierte nach Kriegsende von 1945-1950 als Richter in Lauterbach, Schlitz, Herbstein und Ulrichstein in Hessen. Von 1950-1953 gehörte er als Ministerialrat dem Bundesfinanzministerium an. Seither war er wieder Diplomat im Auswärtigen Dienst. Ab 1953 vertrat er die Bundesrepublik als Generalkonsul in Singapur, seit 1957 gleichzeitig als Botschafter in der malaiischen Hauptstadt Kuala Lumpur.

Im Sommer 1958 ging G. als Botschafter der Bundesrepublik nach Pretoria/Südafrikanische Republik. Er wurde Nachfolger Dr. Gustav Strohms, der im Aug. 1957 der asiatischen Grippe erlegen war. ...