Harald Quandt

deutscher Industrieller (Quandt-Konzern); Vorstandsvors. der Industriewerke Karlsruhe; AR-Mitglied der Daimler-Benz AG, der Dürener Metallwerke, der Mauserwerke Oberndorf; Sohn des Gründers des Quandt-Konzerns, Günther Quandt und seiner Ehefrau Magda, die 1931 in zweiter Ehe Joseph Goebbels heiratete

* 1. November 1921 Berlin

† 22. September 1967 (Flugzeugabsturz)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 43/1967

vom 16. Oktober 1967 , ergänzt um Meldungen bis KW 38/2011

Wirken

Harald Quandt wurde am 1. Nov. 1921 in Berlin als Sohn des Gründers des Quandt-Konzerns, Günther Quandt und seiner Ehefrau Magda, geb. Rietschel (die in 2. Ehe Josef Goebbels heiratete) geboren. Er entstammt einer alten märkischen Tuchmacherfamilie. Günther Quandt hatte seinen Aufstieg zuerst in der Textilbranche, dann in der Kaliindustrie, bald auch in der Accumulatorenfabrikation und schließlich in der Rüstungsindustrie genommen. Daneben beeinflußte Quandt, der es wie selten jemand verstand, sein erhebliches Wirken in der deutschen Wirtschaft dem Einblick des Außenstehenden zu entziehen, zahlreiche Unternehmen der Berg-, Hütten- und Schwerindustrie und faßte schließlich auch im Versicherungswesen Fuß.

Der Sohn H.Q. wuchs bei seiner Mutter auf, studierte nach Abitur, Kriegsdienst bei der Fallschirmjägertruppe und Gefangenschaft (als Oberleutnant in Afrika) an den Technischen Hochschulen Hannover und Stuttgart Maschinenbau und schloß sein Studium mit dem Examen als Dipl.-Ing. ab. Auch nach ...