Heinrich Vogel

Theologe

* 9. April 1902 Pröttlin

† 25. Dezember 1989 Berlin

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 39/1967

vom 18. September 1967

Wirken

Heinrich Rudolf Gottfried Vogel, ev., wurde am 9. April 1902 in Pröttlin/Westpriegnitz als Sohn eines Pfarrers geboren. Seine Vorfahren waren Handwerker und Bauern. Er studierte nach dem Besuch eines Gymnasiums evangelische Theologie an den Universitäten von Berlin und Jena und war zunächst als Pfarrer in Dobbrikow in der Mark seelsorgerlich tätig. Ab 1934 war er Mitglied der Reichs- und Preussischen Synode der Bekennenden Kirche und hatte aus diesem Grunde während des "Dritten Reichs" mancherlei Verfolgungen zu erleiden. Wiederholt war er im Gefängnis, im März 1935, im Sept. 1937 und schließlich von Mai bis Dez. 1941. Von 1937-1941 leitete er die Kirchliche Hochschule in Berlin, die damals nur im Untergrund existieren konnte und deren Dozenten jeden Tag in der Gefahr standen, ins Konzentrationslager zu kommen. V., der 1941 auch Schreibverbot erhielt, war ein Freund Dietrich Bonhoeffers, Martin Fischers und Helmut Gollwitzers.

Nach Kriegsende wurde V. Professor mit vollem Lehrauftrag (46), bzw. mit Lehrstuhl für Dogmatik und Ethik (48) an der Ostberliner Humboldt-Universität, an der er heute noch lehrt. Gleichzeitig ist er auch wieder Dozent an der oben schon erwähnten ...