Helge Hansen

deutscher General

* 13. März 1936 Dresden

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 28/1994

vom 4. Juli 1994 (st), ergänzt um Meldungen bis KW 21/2000

Herkunft

Helge Hansen wurde am 13. März 1936 in Dresden geboren und entstammt einer Familie mit langer Militärtradition. Sein Vater, Karl Ottomar Hansen, war bis 1964 Offizier der Bundeswehr, zuletzt als Generalmajor und Befehlshaber des Wehrbezirks IV in Mainz. Großvater Karl Hansen war Generalleutnant in der deutschen Wehrmacht. Familiäre Beziehungen bestanden auch zum deutschen Widerstand unter Hitler. H.s Onkel Paul von Haase gehörte als Stadtkommandant von Berlin zum Verschwörerkreis des 20. Juli 1944 und wurde wenig später hingerichtet. Über ihn ist H. auch mit dem evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer verwandt, der ebenfalls zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde.

Ausbildung

Nach dem Abitur trat H. 1957 als Offiziersanwärter in die Bundeswehr ein. Er absolvierte später eine Generalstabsausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr sowie Lehrgänge an der NATO-Verteidigungsakademie in Rom und am US-Army War College in Carlisle, USA.

Wirken

1959 erreichte H. den Dienstgrad eines Leutnants, 1965 wurde er Kompaniechef. Von 1974 bis 1977 war er Kommandeur eines Panzergrenadierbataillons, anschließend Stabsoffizier im AFCENT-Hauptquartier, danach im Rang eines Oberst Referatsleiter für Militärpolitische Grundlagen im Führungsstab der Streitkräfte in ...