Helmut de Boor

deutscher Germanist; Prof. in Leipzig, Bern und Berlin; Veröffentl. u. a.: "Geschichte der deutschen Literatur" (mit Richard Newald), "Das Attilabild in Geschichte, Legende und heroischer Dichtung"; Bearbeitung des "Nibelungenlieds"

* 24. März 1891 Bonn

† 4. August 1976 Berlin

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 38/1976

vom 6. September 1976

Wirken

Helmut de Boor wurde am 24. März 1891 als Sohn des Prof. Dr. Cal de B. und Manon, geb. Meyer, in Bonn geboren. Nach Besuch des Gymnasiums in Breslau und Studium an den Universitäten Freiburg, Marburg und Leipzig promovierte er 1917. 1919 habilitierte er sich als Privatdozent an der Universität Breslau, nachdem er im gleichen Jahr kurz als Lektor an der Deutschen Hochschule Göteborg gewirkt hatte. 1922 folgte er einem Ruf als Privatdozent nach Greifswald, wo er 1925 a.o. Professor wurde. In gleicher Eigenschaft kam er ein Jahr später an die Universität Leipzig und ist dann von 1930 bis 1945 ordentlicher Professor in Bern gewesen. Von 1949 bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1959 hat er an der Freien Universität Berlin gelehrt. 1963 wurde er korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. B. ist in der Germanistik vor allem bekannt durch seine teilweise zusammen mit ...