Henri Bonnet

französischer Außenpolitiker und Diplomat; schloss sich 1940 in London General de Gaulle an, wirkte dann in Amerika für die Idee des freien Frankreich; 1942 Vizepräs. der Internat. Liga für Menschenrechte; Botschafter in Washington 1944-1955

* 26. Mai 1888 Châteauponsac

† 24. Oktober 1978 Paris

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 46/1978

vom 6. November 1978

Wirken

Henri Bonnet wurde am 26. Mai 1888 in Châteauponsac geboren. Nach dem Besuch der Gymnasien in Tours und später in Paris studierte er Geschichte an der Sorbonne und an der Ecole Normale Supérieure in Paris und erwarb den Grad eines Agrégé. 1912 wurde er höherer Lehrer für Geschichte.

1914 wurde er zum Heeresdienst eingezogen, während des Krieges hoch ausgezeichnet und mehrere Male im Heeresbericht erwähnt. Nachdem er als Hauptmann heimgekehrt war, wandte er sich dem Journalismus zu und trat 1920 als Außenpolitiker in die Redaktion der Zeitung "L'Ere Nouvelle" ein. Noch im selben Jahr folgte er einer Berufung in das Sekretariat des Völkerbundes und gehörte ein Jahr lang der Abteilung Presse und Information an. Nachdem er dort zum Kabinettschef und Generalsekretär aufgerückt war, zeigte er auf zahlreichen Reisen in politischer Mission nach Japan, China, Kanada und der Vereinigten Staaten sein großes taktisches und diplomatisches Geschick, das ...