Herbert Grundmann

deutscher Historiker; war Prof. u. a. in Münster und München; Präsident der Monumenta Germaniae Historica ab 1959; beschäftigte sich v. a. mit der Geschichte des Mittelalters; Werke u. a.: "Religiöse Bewegungen im Mittelalter"

* 14. Februar 1902 Meerane/Sachsen

† 20. März 1970 München

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 14/1970

vom 23. März 1970

Wirken

Herbert Grundmann wurde am 14. Febr. 1902 in Meerane in Sachsen als Sohn eines Kaufmanns geboren. Er besuchte ein Realgymnasium in Chemnitz und studierte dann Geschichte, Philosophie, Germanistik und Volkswirtschaft an den Universitäten Leipzig, Heidelberg und München. In Leipzig promovierte er 1926 zum Dr. phil. Im gleichen Jahr begann er seine wissenschaftliche Laufbahn als Assistent am Forschungsinstitut für Kultur- und Universal-Geschichte in Leipzig. 1928 wurde er Mitarbeiter der Historischen Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München, 1933 Dozent an der Universität Leipzig. 1939 folgte er einem Ruf als Ordinarius an die Universität Königsberg i.Pr., von wo er 1944 an die Universität Münster in Westfalen ging. Hier hat er seither einen Lehrstuhl für die Geschichte des Mittelalters innegehabt.

G. war bereits seit 1947 Mitglied der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Mistorica in München, deren Präsident er als Nachfolger Prof. Friedrich Baethgens zu Anfang des Jahres 1959 wurde. Die Monumenta, das Deutsche ...