Herbert Volwahsen

deutscher Bildhauer; Prof.

* 11. Oktober 1906 Schellendorf

† 23. März 1988 Bad Warmbrunn

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 42/1986

vom 6. Oktober 1986

Wirken

Herbert Volwahsen wurde am 11. Okt. 1906 als Sohn eines Gutsbesitzers in Schellendorf, Schlesien, geboren. Er besuchte das Gymnasium in Breslau, anschließend von 1922 bis 1925 die Holzschnitzerschule in Bad Warmbrunn im Riesengebirge. Von 1925 bis 1931 studierte er an der Kunstakademie in Dresden, wo vor allem K. Albiker und R. Born seine Lehrer waren. In den Semesterferien betätigte er sich in verschiedenen Werkstätten als Steinbildhauer. 1929 wurde er Meisterschüler der Dresdner Akademie.

In den folgenden Jahren machte V. mit verschiedenen Arbeiten in Holz, Stein und Bronze auf sich aufmerksam. 1933 erhielt er den Kunstpreis der sächsischen Regierung für die "Geblendete". 1946 organisierte er zusammen mit Karl Hofer, Will Grohmann, Joseph Hegenbarth und Max Pechstein die "1. Deutsche Kunstausstellung Dresden", in der erstmals wieder die vom Nationalsozialismus verfemte Kunst, vom Expressionismus bis zu den Abstrakten, gezeigt wurde.

1952 erhielt V. den Kunstpreis der Stadt Köln. Ein Jahr später übersiedelte er in die Bundesrepublik, wo seine berühmte "Spähende" über den Kulturpreis im Bundesverband der deutschen Industrie angekauft wurde. Nach Aufenthalten ...