Hilde Hawlicek

österr. Politikerin; SPÖ; Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Sport 1987-1990, war die erste Frau, die in Österreich diesem Ressort vorstand; Mgl. des Bundesrates 1971-1976; Abgeordnete zum Nationalrat 1976-1987 und 1990-1995; MdEP 1995-1999

* 14. April 1942 Wien

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 19/1991

vom 29. April 1991 (st)

Herkunft

Hilde Hawlicek wurde am 14. April 1942 in Wien geboren. Ihr Vater war Mechaniker, die Mutter Büroangestellte.

Ausbildung

Nach der Matura im Jahr 1960 absolvierte sie an der Universität Wien ein Lehramtsstudium für Deutsch und Geschichte und promovierte zum Dr. phil. Außerdem schloß sie ein post-graduate-Studium in Politikwissenschaft am Wiener Ford-Institut für Höhere Studien ab.

Wirken

Von 1968-71 arbeitete H.H. als Lehrerin an Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS). Schon in jungen Jahren war sie politisch mit der sozialistischen Bewegung verbunden, gehörte dem Verband sozialistischer Mittelschüler, dem Verband sozialistischer Studenten und der Sozialistischen Jugend an. Aus dieser Zeit stammen ihre freundschaftlichen Beziehungen mit Karl Blecha, Heinz Nittel, Peter Schieder u.a. Von 1965-68 war H.H. Erster Sekretär des Österreichischen Bundesjugendringes, von 1971-76 gehörte sie dem Bundesrat an, 1976 wurde sie in den Nationalrat gewählt. Sie wurde außerdem stellv. Vorsitzende der Wiener SPÖ-Bezirksorganisation Floridsdorf sowie stellv. Vorsitzende des Bildungsausschusses der Wiener SPÖ, zu deren linken ...