Hildegard Grosche

deutsche Verlegerin und Übersetzerin; gründete 1949 zusammen mit O. H. Fleischer, E. Gerstenmaier und P. Collmer den Steingrüben-Verlag; 1967 Fusion mit dem Henry-Goverts-Verlag; 1970 Übernahme durch die Verlagsgruppe Holtzbrinck; als Übersetzerin verhalf sie ungarischen Autoren wie Tibor Déry, Miklós Mészölys und Péter Nádas zum Erfolg in Westeuropa

* 21. Juni 1913 Rekasch

† 25. Dezember 2006 Stuttgart

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 20/2007

vom 19. Mai 2007 (se)

Herkunft

Hildegard Wilma Maria Grosche, geb. von Roosz, wurde am 21. Juni 1913 in Rekasch (damals Ungarn, heute Rumänien) geboren. Sie wuchs deutschsprachig auf, als Tochter eines Berufsoffiziers des nach dem Ersten Weltkrieg untergegangenen K.u.K.-Reiches. Dabei wurde sie noch vom speziellen, von verschiedenen Kulturen und Sprachen geprägten Flair Österreich-Ungarns geprägt.

Ausbildung

Nach dem Abitur studierte sie Finno-Ugristik und Germanistik in Münster/Westf. und in Berlin. Anschließend war sie in Berlin am Ungarischen Institut der Universität als Assistentin tätig.

Wirken

Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete G. 1949 zusammen mit Otto Heinrich Fleischer, Mitherausgeber der Zeitschrift "Christ und Welt", Eugen Gerstenmaier und Paul Collmer den Steingrüben Verlag in Stuttgart, der in der Folge von ihr geleitet wurde. Der Verlag widmete sich zunächst zeitgeschichtlichen Publikationen, u. a. von Jürgen Thorwald, Klaus Harpprecht und Erwin Wickert, später ...