Horst Grabert

deutscher Diplomat; SPD; Leiter des Bundeskanzleramts 1972-1974; Botschafter in Wien ab 1974, Belgrad ab 1979 und Dublin1984-1987; in Berlin von 1952 bis 1967 in der Baubehörde des Senats tätig, Senatsdirektor 1963-1967, Leiter der Senatskanzlei 1967-1969 und Senator für Bundesangelegenheiten 1969-1972; bis 1967 auch Kommunalpolitiker in Steglitz

* 12. Dezember 1927 Berlin

† 10. Oktober 2011 Berlin

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 11/2012

vom 13. März 2012 (cs)

Herkunft

Horst Grabert stammte aus Berlin. Der Vater war Frontoffizier im Ersten Weltkrieg und arbeitete danach als Buchhalter. G.s Mutter war Jüdin. Sie und G. wurden 1939 - bald nach der vom NS-Regime im Nov. 1938 organisierten Pogromnacht - evangelisch getauft.

Ausbildung

Wegen seiner jüdischen Mutter musste G. 1942 das Steglitzer Gymnasium verlassen. Er absolvierte dann eine Lehre als Bauzeichner und kam 1944 noch in ein Arbeitslager. G. hatte kein Abitur, erhielt 1946 aber nach einer Sonderprüfung einen Studienplatz an der Technischen Universität Berlin und legte 1952 das Examen als Diplom-Bauingenieur ab. 1955 folgte das Bauassessor-Examen mit "sehr gut".

Wirken

Aufstieg in der West-Berliner Verwaltung und Politik

Aufstieg in der West-Berliner Verwaltung und PolitikNach dem Examen trat G. 1952 in den Dienst der West-Berliner Senatsverwaltung und wurde Regierungs-Baureferendar beim Senator für ...