Ilma Rakusa

Schweizer Autorin und Übersetzerin; Werke: Gedichte, Erzählungen, Essays, u. a. "Die Insel", "Love after love", "Mehr Meer", "Einsamkeit mit rollendem 'r'", "Mein Alphabet" (Autobiografie)

* 2. Januar 1946 Rimavská Sobota (Slowakei)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 48/2020

vom 24. November 2020 (mf), ergänzt um Meldungen bis KW 34/2022

Herkunft

Ilma Rakusa, kath., wurde am 2. Jan. 1946 in Rimavská Sobota in der südlichen Slowakei nahe der ungarischen Grenze als Tochter einer Ungarin und eines Slowenen geboren. Ihre frühe Kindheit war geprägt von zahlreichen Umzügen nach Budapest, Ljubljana und Triest. 1951 zog die Familie schließlich nach Zürich. R. wuchs mit einem Bruder auf und wurde katholisch erzogen. Als prägend für ihr Schreiben nannte sie einmal die Litaneien, die sie in Gottesdiensten gehört hatte (vgl. WELT, 16.5.2020). Bevor R. die Schweizer Staatsbürgerschaft erhielt, galt sie als staatenlos.

Ausbildung

R., die ursprünglich Musikerin werden wollte, besuchte die Volksschule und das Gymnasium in Zürich (Abitur 1964). Anschließend studierte sie Slawistik und Romanistik in Zürich, an der Pariser Sorbonne und in Sankt Petersburg. 1971 promovierte sie in Zürich über das Motiv der Einsamkeit in der russischen Literatur zum Doktor der Philosophie.

...