Ingeborg Hallstein

dt. Sängerin (Koloratursopran); Kammersängerin; Rollen u. a. in "Die Zauberflöte", "Die Italienerin in Algier", "Die schweigsame Frau"; auch Lieder- und Konzertsängerin; später auch Gesangspädagogin

* 23. Mai 1936 München

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 19/1986

vom 28. April 1986

Wirken

Ingeborg Hallstein wurde am 23. Mai 1936 in München als Tochter eines Malers geboren. Ihre Mutter, Elisabeth H., war eine bekannte Sopranistin und Liedersängerin der zwanziger Jahre und wurde 1951 Gesangspädagogin. I.H. ging nicht gern zur Schule und wollte immer Sängerin werden, hatte aber zunächst nur "Lust zum Singen, aber nicht zum Üben", wie ihre Mutter feststellte.

Mit 16 Jahren begann I.H. bei ihrer Mutter - der ihre Tongebung in der Arie der Königin der Nacht aus Mozarts "Zauberflöte" dazu Mut gemacht hatte - ihre Stimme auszubilden. 1955 wagte sich I.H. zur Aufnahmeprüfung an Münchens Staatliche Musikhochschule. Sie fiel wegen einer "zu kleinen Stimme" und ihrer noch zu großen Jugend durch, ließ sich jedoch nicht entmutigen. Sie arbeitete weiter an ihrer Ausbildung, mit zunehmendem Erfolg auch bei anderen Lehrern; Schauspielunterricht erhielt sie bei Marie-Theres Gernot-Heindl.

Ihr Debüt auf der Opernbühne gab sie 1958 mit ...