Irina Bokowa

bulgarische Politologin und Diplomatin; Sozialistische Partei (BSP); Generaldirektorin der UNESCO 2009-2017; Botschafterin in Frankreich und Monaco 2005-2009; stellv. Außenministerin 1995-1997; Parlamentsabgeordnete 1990/1991 und 2001-2005; Tochter des fr. KP-Funktionärs Georgi Bokow

* 12. Juli 1952 Sofia

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 52/2017

vom 26. Dezember 2017 (fl)

Herkunft

Irina Georgiewa Bokowa (auch: Irina Georgieva Bokova) wurde am 12. Juli 1952 in Sofia geboren. Ihre Familie gehörte in Bulgarien der kommunistischen Nomenklatura an. B.s Vater Georgi Bokow († 1989) war ein hochrangiger Parteifunktionär (Mitglied des ZK-Sekretariats 1968-1976) sowie Chefredakteur des Parteiorgans "Rabotnitschesko Delo" und später Präsident der staatlichen Nachrichtenagentur "Sofia Presse". B.s Bruder wurde Diplomat und war u. a. politischer Berater des sozialistischen Präsidenten Georgi Parwanow (2002-2011).

Ausbildung

Die Stellung ihres Vaters erleichterte B. den Zugang zu einer privilegierten Ausbildung. Sie legte 1971 ihr Abitur am englischsprachigen Gymnasium in Sofia ab und studierte in der damaligen Sowjetunion am Moskauer Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO), einer führenden Kaderschmiede für Diplomaten, wo sie 1976 einen Master-Abschluss (MBA) erwarb. In den USA absolvierte sie 1989 an der University of Maryland ein mehrmonatiges Studienprogramm zum Thema US-Außenpolitik und im Nov./Dez. 1999 an der Harvard University eine Fortbildung für Führungskräfte. Zudem studierte sie im ...