Jan de Hartog

niederländischer Schriftsteller; Werke: Romane, Dramen, Drehbücher, u. a. "Jan Wandelaar", "Fort 99", "Ave Caesar", "Tod einer Ratte", "Ruf des Meeres", "Das Himmelbett", "Land in Sicht"

* 22. April 1914 Haarlem

† 22. September 2002 Houston/TX (USA)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 21/1977

vom 16. Mai 1977

Wirken

Jan de Hartog wurde am 22. April 1914 als Sohn eines Theologieprofessors in Haarlem geboren. Seine Mutter verfaßte religiöse Bücher. Mit zehn Jahren verließ er sein Elternhaus. d.H. half beim Fischen auf der Zuiderzee, wurde Leichtmatrose auf dem Hospital- und Kirchenschiff "De Hoop", Vollmatrose bei der Dampfschiffahrtsgesellschaft "Oostzee" und besuchte ab 1930 die Amsterdamer Seefahrtsschule. Kritische Aufzeichnungen wurden von seinen Offizieren als "Vorbereitung zur Erpressung" ausgelegt und d.H. entlassen.

Er schlug sich nun als Heizer bei der Hafenpolizei durch, besuchte ein Abendgymnasium, machte Nachtwachen im Amsterdamer Hafen und schrieb die ersten Seemannsgeschichten. Nach 1932 war er einige Jahre Volontär am Theater "Amsterdams Toneel", wirkte auch als Berater für die Inszenierung eines Seefahrtsstückes, spielte selbst und schrieb Stücke. 193u fuhr er mit einem Hochseeschlepper nach Indonesien. ...