Jean-Pierre Rampal

französischer Flötist; erster Flötist der Pariser Oper; "Wiederentdecker" der Barockliteratur für Blasinstrumente; Teilnahme an zahlr. Welttourneen und bedeutenden Festspielen

* 7. Januar 1922 Marseille

† 20. Mai 2000 Paris

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 40/2000

vom 25. September 2000 (lö)

Herkunft

Jean-Pierre Louis Rampal war der Sohn eines Professors für Flötenspiel, der am Konservatorium von Marseille lehrte.

Ausbildung

R. besuchte das Lycée Thiers und machte 1939 Abitur (Baccalaureat). Neben der Schule studierte er bereits Flöte am Marseiller Konservatorium und gewann 1937 erstmals einen Preis. Trotz dieses Konzerterfolges entschloss sich R. zunächst zu einem Medizinstudium. Er graduierte 1941 und wurde 1943 zum Kriegsdienst einberufen. In der Nähe von Paris stationiert, machte er die Aufnahmeprüfung für das dortige Konservatorium. Als er erfuhr, dass er in Deutschland zur Zwangsarbeit eingesetzt werden sollte, tauchte er zunächst in Marseille unter. Er studierte dann am Conservatoire de Paris und gewann dort zum Abschluss der Ausbildung den Ersten Preis, der einem Holzbläser die Tore zur internationalen Musikwelt öffnete.

Wirken

1946 erhielt R. eine Anstellung als Soloflötist des Opernorchesters in Vichy (bis 1950) und war 1956-1962 Mitglied und Solist des Orchesters der Pariser Oper. Ab 1945 hörte man R., der auch zu den Gründungsmitgliedern des Quintette à Vent Français ...