Johanna Quandt

deutsche Unternehmerin (BMW); 1995 Gründerin der Johanna-Quandt-Stiftung; war verh. mit Herbert Quandt († 1982), mit dem sie zwei Kinder hatte (Susanne Klatten, Stefan Quandt), Mitbegründerin der "Stiftung Charité"; div. AR-Mandate

* 21. Juni 1926 Berlin

† 3. August 2015 Bad Homburg

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 06/2016

vom 9. Februar 2016 (hr), ergänzt um Meldungen bis KW 08/2018

Herkunft

Johanna Quandt wurde 1926 als Johanna Bruhn in Berlin geboren. Sie entstammte einer renommierten Familie. Ihr Großvater mütterlicherseits war Max Rubner, Nachfolger von Robert Koch auf dem Lehrstuhl für Hygiene an der Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin. Der Großvater väterlicherseits Friedrich Wilhelm Bruhn erfand und produzierte den Taxameter und machte den regulären Taxibetrieb erst möglich. Q.s Vater war Kunsthistoriker und Kostümkundler, Bruder Christian Bruhn wurde Vorstand beim Schering-Konzern und ihre Tante Ada war die Ehefrau des Bauhaus-Architekten Ludwig Mies van der Rohe.

Ausbildung

Q. machte ihr Abitur am Evangelischen Gymnasium Potsdam-Hermannswerder und begann 1944 mit einer Ausbildung zur medizinisch-technischen Assistentin, die sie jedoch wegen des Krieges nicht abschließen konnte. Die Zeit als Krankenpflegerin im Lazarett während der letzten Kriegsmonate prägte sie nachhaltig. Nach dem Krieg arbeitete Q. bei mehreren Unternehmen als Sekretärin und ging 1955 nach Detroit in den USA, wo sie ...