Johannes Bobrowski

deutscher Dichter; galt zu Lebzeiten neben Peter Huchel als der bekannteste Autor der DDR; Veröffentl. u. a.: "Sarmatische Zeit", "Schattenland Ströme" (Lyrik); "Levins Mühle", "Litauische Claviere" (Romane)

* 9. April 1917 Tilsit

† 2. September 1965 Berlin (Ost)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 25/2017

vom 20. Juni 2017 (mf)

Herkunft

Johannes Bobrowski, polnischer Abstammung, wurde 1917 in Tilsit als Sohn eines Eisenbahnbeamten geboren und wuchs ab 1925, christlich erzogen, in einem nicht weit entfernten Dorf bei Rastenburg auf. 1928 zog seine Familie nach Königsberg (heute Kaliningrad). Geprägt wurde B. von der Landschaft zwischen Memel und Köngisberg, wo er bei den Großeltern mütterlicherseits im litauischen Willkischken und Motzischken die Sommerferien verbrachte. B. war entfernt verwandt mit dem Schriftsteller Joseph Conrad.

Ausbildung

B. besuchte das humanistische Gymnasium Altstadt/Kneiphof in Königsberg, der Schriftsteller Ernst Wiechert war sein Lateinlehrer. Bereits dort begann er zu schreiben. Nach dem Abitur 1937 absolvierte er den Pflichtdienst beim Reichsarbeitsdienst und begann im gleichen Jahr den zweijährigen Wehrdienst. B. war von Kriegsbeginn an Soldat, unterbrochen durch ein Studiensemester Kunstgeschichte 1941/42 in Berlin. Ursprünglich wollte er Maler oder Musiker werden. Während des Dritten Reiches trat er der Bekennenden Kirche bei.

Wirken

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