Johannes Joachim Kardinal Degenhardt

deutscher kath. Theologe; Erzbischof von Paderborn 1974-2002; Kardinal ab 2001; entzog Eugen Drewermann 1991 die Lehrbefugnis für das Fach Katholische Dogmatik an der Theologischen Fakultät Paderborn und suspendierte ihn 1992 von seinem Priesteramt

* 31. Januar 1926 Schwelm

† 25. Juli 2002 Paderborn

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 44/2002

vom 21. Oktober 2002 (lö), ergänzt um Meldungen bis KW 27/2003

Herkunft

Johannes Joachim Kardinal Degenhardt wuchs in Hagen auf. Er war ein Vetter des kritischen Liedermachers und Schriftstellers Franz Josef Degenhardt.

Ausbildung

D. besuchte das Albrecht-Dürer-Gymnasium in Hagen. Er war Mitglied und Jugendleiter im katholischen Bund "Neudeutschland", den die Nationalsozialisten verboten. Nach dem begeisterten Empfang für den neuen Erzbischof von Paderborn, Lorenz Jaeger, durchsuchte die Gestapo Anfang Dez. 1941 auch D.s Elternhaus und nahm den damals 15-Jährigen für drei Wochen in Haft. Wegen "politischer Unzuverlässigkeit" musste er daraufhin die Schule verlassen. D. nahm eine kaufmännische Lehrstelle an, bis er als Luftwaffenhelfer zum Kriegsdienst kam. Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft (7/1946) kehrte D. zur Schule zurück und machte im Okt. 1946 Abitur. Im Anschluss studierte er Philosophie und Theologie in Paderborn und München. Die Priesterweihe fand am 6. Aug. 1951 in Paderborn statt. Zum Dr. ...