Johannes Vincke

Kirchenhistoriker

* 11. Mai 1892 Gretesch

† 3. März 1975 Wallenhorst

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 27/1975

vom 23. Juni 1975

Wirken

Johannes Vincke wurde am 11. Mai 1892 in Gretesch bei Osnabrück geboren und entstammt einem alten Bauerngeschlecht. Er besuchte die Volksschule in Behn und Baccum und im Anschluß daran das Gymnasium Carolinum in Osnabrück. An den Universitäten Freiburg i.B., Münster und Hamburg studierte V. sodann Theologie, Geschichte und Staatswissenschaften und beendete seine Hochschulausbildung mit der Promotion zum Dr. theol., Dr. phil. und Dr. rer.pol.

In den folgenden Jahren war er als Geistlicher und Schriftleiter tätig. Im Jahre 1930 wandte er sich der Hochschullaufbahn zu. Nachdem er zunächst Privatdozent für Kirchengeschichte an der Univ. Freiburg i.B. war, ernannte man ihn 1939 zum apl.a.o. Professor und 1946 erhielt er schließlich den Lehrstuhl für Kirchengeschichte in Freiburg. 1960 wurde er emeritiert.

V. hatte sich neben Volkstumsforschungen in seiner westfälischen Heimat namentlich mit der mittelalterlichen Kirchengeschichte befaßt. Eingehende Untersuchungen widmete V. dem allgemeinen Konzil in Pisa vom Jahre 1409, untersuchte aber hauptsächlich das Verhältnis von Kirche und Staat im mittelalterlichen Spanien. In Anerkennung dieser Tatsache ernannten ihn die Akademien in Madrid und Barcelona zum korrespondierenden Mitglied. Von V.s Veröffentlichungen seien erwähnt: "Der Klerus ...