Jules Bordet

belgischer Bakteriologe, Nobelpreis 1919 für Physiologie oder Medizin für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Mikrobiologie und der Behandlung von Infektionskrankheiten; entdeckte 1906 mit Octave Gengou den Keuchhustenerreger

* 13. Juni 1870 Soignies/Prov. Hennegau

† 6. April 1961 Brüssel

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 22/1961

vom 22. Mai 1961

Wirken

Jules Bordet wurde am 13. Juni 1870 in Soignies in Belgien geboren. Er studierte an der Universität Brüssel Medizin und promovierte 1892 zum Dr. med. Von 1894-1901 war er Forschungsassistent am Pasteur-Institut in Paris, dessen Direktor er anschließend bis 1940 gewesen ist. Seitdem war er Ehrenvorsitzender des berühmten Instituts. Gleichzeitig hat er von 1907 bis zu seiner Emeritierung 1937 als Professor für Bakteriologie an der Universität Brüssel gewirkt.

B. hat sich durch Forschungsarbeiten über die Mikroben und ihre Einflüsse auf den Organismus einen bedeutenden Namen gemacht. Die Methode "Bordet-Wassermann" zur Diagnose der Syphilis ist weltbekannt geworden.

1906 hatte er bereits mit Gengou das Keuchhusten-Bakterium gefunden.

Für seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiet der Mikrobiologie und der Behandlung von Infektionskrankheiten wurde ihm 1919 der medizinische Nobelpreis verliehen.

B. hat zahlreiche Veröffentlichungen vor allem über Infektionskrankheiten und bakteriologische Probleme sowie die Schrift "Traité de Illmmunité de les maladies infectieuses" ...