Karl Grasmann

Chirurg

* 6. Juli 1888

† 1964

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 38/1953

vom 7. September 1953

Wirken

Karl Grasmann wurde am 6. Juli 1888 in Japan als Sohn des damals an der Universität Tokio tätigen Professors der Forstwissenschaften und späteren Regierungs - Forstdirektors Dr.Eustach G.geboren. G. studierte Medizin und begann im Jahre 1918 nach Kriegsende seine ärztliche Tätigkeit am Krankenhaus r.d. Isar in München, wo er zuletzt Oberarzt war. Im Jahre 1925 liess er sich als Facharzt für Chirurgie nieder und spezialisierte sich dabei besonders auf Magen-, Darm - und Gallenoperationen, bei denen er sich einen grossen Ruf erwarb.

Während des zweiten Weltkrieges leitete G. die chirurgische Abteilung des städtischen Krankenhauses in München-Bogenhausen und war nach dem Tode von Sanitätsrat Dr. Gilmer gleichzeitig kommissarischer leiter der Gilmer-Klinik. Im Jahre 1945 wurde G. dann Chefarzt der chirurgischgynäkologischen Abteilung des Krankenhauses r.d. Isar, in dem er früher schon einmal als junger Arzt gewirkt hatte. Seinem grossen Können war es zu verdanken, dass die von ihm geleitete Abteilung zu einer der grössten und erfolgreichsten in ganz Westdeutschland wurde.

G. veröffentlichte mehrere wissenschaftliche Werke über verschiedene Gebiete der Chirurgie.

G. ist am 1. August 1953 wegen Erreichung der Altersgrenze aus dem städtischen Dienst ...