Karl Hartung

deutscher Bildhauer und Grafiker; Werke: Skulpturen in Stein, Gips, Bronze, Holz; auch Radierungen und Holzschnitte; schuf seit Mitte der 1930er Jahre zunehmend abstrakte Plastiken; ab 1951 Prof. an der Hochschule für bildende Künste in Berlin

* 2. Mai 1908 Hamburg

† 19. Juli 1967 Berlin (West)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 40/1967

vom 25. September 1967 , ergänzt um Meldungen bis KW 05/1999

Wirken

Karl Hartung wurde am 2. Mai 1908 in Hamburg geboren. Nach der Holzbildhauerlehre besuchte er als Schüler von Bossard die Landeskunstschule in Hamburg und weilte dann von 1929-32 zu Studien in Paris, wo ihn die Arbeiten von Maillol und Despiaus faszinierten. 1932/33 in Florenz begeisterte ihn Donatello, auch die Etrusker beeindruckten ihn stark. Von ihren Werken "erwachte die erste Ahnung von Möglichkeiten, gegenständliche Gestalt aus konzeptuellen Formen und Zeichen zu verwirklichen, im ursprünglichen Sinn des Wortes neu hervorzubringen". 1935, wieder in Hamburg, ermutigt von dem Kreis um Sauerlandt, vollzog er diesen wichtigen Schritt.

Seit 1936 lebt H. als freischaffender Bildhauer in Berlin. In der Zeit des Dritten Reichs konnte H. allerdings aus verständlichen Gründen nur in der Zurückgezogenheit arbeiten. 1940-45 war er zum Wehrdienst eingezogen und geriet in Gefangenschaft, aus der er jedoch schon 1945 ...