Karl Rahner

deutscher kath. Theologe; Jesuit; war besonders in der ökumen. Bewegung engagiert; Veröffentl. u. a.: "Gefahren im heutigen Katholizismus", "Das freie Wort in der Kirche", "Grundkurs des Glaubens"

* 5. März 1904 Freiburg/Br.

† 30. März 1984 Innsbruck

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 29/1984

vom 9. Juli 1984 , ergänzt um Meldungen bis KW 05/2011

Wirken

Karl Rahner war aus Freiburg/Br. gebürtig und Sohn eines Professors. Er wuchs unter sieben Geschwistern auf und besuchte in Freiburg ein Realgymnasium. Mit 18 Jahren wurde er Novize der Gesellschaft Jesu. Nach Abschluß seiner Studien in Holland, Deutschland und Österreich weihte ihn Kardinal Faulhaber 1932 zum Priester. Ein Jahr später wurde er zum Philosophiestudium nach Freiburg/Br. entsandt. Hier war er Schüler Martin Heideggers. Seine Dissertation über "Geist in Welt. Zur Metaphysik der endlichen Erkenntnis bei Thomas von Aquin" (39; 3. Aufl. 64) wurde zunächst abgelehnt, später konnte er sie herausgeben, erregte aber in den Kreisen der katholischen Religionswissenschaftler zunächst Anstoß. Promoviert zum Dr. theol. hat R. in Innsbruck, wo er sich 1937 auch habilitierte und anschließend Vorlesungen über Dogmatische Theologie hielt. Nach dem Anschluß Österreichs an das Deutsche Reich wurde er in seinem Lehramt zeitweise behindert. Von 1939-44 wirkte ...