Karl Rauch

deutscher Verleger und Schriftsteller; gründete in den 1920er Jahren in Dessau den Karl-Rauch-Verlag (nach dem Zweiten Weltkrieg in Düsseldorf ansässig); Wegbereiter des dt.-franz. Gedankenaustauschs; Veröffentl. u. a.: "Die Palette", "Die Anekdote", "Die Frau im Garten", "Seidenstrümpfe nach Moskau"

* 17. April 1897 Markkleeberg b. Leipzig

† 13. September 1966 Unterpfaffenhofen

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 50/1966

vom 5. Dezember 1966

Wirken

Karl Rauch (Pseudonym: Rauchlin) wurde am 17. Apr. 1897 in Markkleeberg bei Leipzig als Sohn eines Gärtners geboren. Er besuchte eine Oberrealschule und erhielt durch die Jugendbewegung viel von seiner geistigen Prägung. Nach einer kurzen kaufmännischen Lehre trat er in den Verlag der Zeitschrift "Vivos voco" ein, die der Biologe Woltereck zusammen mit Hermann Hesse herausgab. 1923 über nahm er in Dessau eine Buchhandlung.

Einem weiteren Kreis wurde dann der Karl-Rauch-Verlag zum Begriff, den er in den dreißiger Jahren gründete. "Die Europäischen Künstlerbriefe", von G.R. Hocke herausgegeben, die Schriften von Eugen Gottlob Winkler sind einige Titel seines Unternehmens. Seine Zeitschrift "Der Bücherwurm" (1928-1943) brachte ihn bei den Nationalsozialisten fast in Schwierigkeiten, ebenso seine Tagebuchaufzeichnungen aus dem Frankreich-Feldzug mit dem Besuch bei Romain Rolland.

Nach dem ...