Katharine Graham Meyer

amerikanische Verlegerin; langj. Hrsg. der "Washington Post", u. a. die Aufdeckung der Watergate-Affäre

* 16. Juni 1917 New York/NY

† 17. Juli 2001 Boise/ID

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 47/2001

vom 12. November 2001 (ah), ergänzt um Meldungen bis KW 08/2018

Herkunft

Katharine ("Kay") Graham Meyer wurde in New York als eines von fünf Kindern von Eugene und Agnes Meyer geboren. Sie wuchs überwiegend in der Obhut von Kindermädchen auf. Der jüdische Vater war ein aus dem Elsass eingewanderter erfolgreicher Finanzmakler und später erster Präsident der Weltbank. Die protestantische Mutter deutscher Herkunft war als Autorin und Journalistin tätig und pflegte gesellschaftlichen Umgang mit bekannten Künstlern wie Thomas Mann oder Walter Gropius. Die Familie war reich und im Establishment fest verwurzelt. 1933 kaufte G.s Vater bei einer Versteigerung das damals marode Provinzblatt "Washington Post" für einen Preis von 825.000 Dollar.

Ausbildung

G. besuchte das Vassar College (1934-1936) und studierte danach bis 1938 an der Universität von Chicago.

Wirken

Ihre berufliche Laufbahn begann 1938 als Lokalreporterin der "San Francisco News", wo sie vor allem über Gewerkschaftsthemen schrieb. Nach einem Jahr wechselte G. in die Redaktion der "Washington Post", wo sie ...