Klaus Gysi

deutscher Kulturpolitiker und fr. Diplomat; DDR; SED

* 3. März 1912 Berlin

† 6. März 1999 Berlin

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 20/1999

vom 10. Mai 1999 (st), ergänzt um Meldungen bis KW 15/2019

Herkunft

Klaus Gysi war der Sohn eines Arztes und wuchs in einer großbürgerlichen Familie mit jüdisch-kosmopolitischem Hintergrund auf, die seinen Weg zum Kommunismus von Anfang an mißbilligte. Der Vater soll Mitglied der SPD gewesen sein.

Ausbildung

Nach dem Abitur studierte G. Germanistik und Wirtschaftswissenschaften in Frankfurt/M., Berlin, Innsbruck und Paris.

Wirken

Früh politisch engagiert, schloß sich G. schon als 16jähriger der kommunistischen Arbeiterjugend an . Während seines Studiums trat er 1931 in die KPD ein. Zeitweise wirkte er als Jugendfunktionär der KP in Hessen. 1939 gehörte er in Paris der Studentenleitung der KPD an. Offiziellen Angaben zufolge war er von 1939 bis 1940 in einem französischen Lager interniert, konnte dann aber nach Einmarsch der deutschen Wehrmacht untertauchen und arbeitete in der Folge illegal für die KPD in Deutschland. Nach Kriegsende kehrte er 1945 nach Berlin zurück, wo er zunächst als Schulungsleiter der KPD im sowjetisch besetzten Berlin-Zehlendorf, kurze Zeit auch als kommissarischer Bürgermeister, tätig war.

Im Sommer 1945 übernahm er als Chefredakteur die Leitung der kulturpolitischen Zeitschrift "...