Kurt R. Grossmann

deutscher Publizist in den USA; Generalsekretär der Deutschen Liga für Menschenrechte 1926-1933; setzte sich für die Völkerverständigung und später auch in der Flüchtlingshilfe ein; Emigration 1933; u. a. Tätigkeit beim World Jewish Congress 1943-1950; Veröffentl. u. a.: "The Jewish Refugee", "Die unbesungenen Helden"

* 21. Mai 1897 Berlin

† 2. März 1972 Saint Petersburg/FL (USA)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 48/1972

vom 20. November 1972

Wirken

Kurt Richard Grossmann wurde am 21. Mai 1897 in Berlin als Sohn eines Kaufmanns geboren. Nach der Oberrealschule durchlief er eine kaufmännische Lehre und studierte dann an der Deutschen Hochschule für Politik, alles in seiner Heimatstadt Berlin.

1923-1926 war G. Prokurist bei der Internationalen Bank in Danzig, 1926-1933 Generalsekretär der Deutschen Liga für Menschenrechte. G. gehörte zum Kreis derer, die sich zusammen mit Albert Einstein, dem Grafen Arco, dem Nobelpreisträger Quidde und Professor Friedrich Wilhelm Förster für eine Verständigung Deutschlands mit Frankreich, Polen und der Tschechoslowakei einsetzten. Auch der Kampf gegen die Verletzung der Menschenrechte durch politische und andere Fehlurteile lag ihm am Herzen. Als Generalsekretär der Deutschen Liga für Menschenrechte, als Jude und als Verfasser der Bücher" 13 Jahre Republikanische Justiz" (1931), "Deutschland am Hakenkreuz" (1933) und ...