Kurt Raab

deutscher Schauspieler und Filmausstatter; 1968 mit Fassbinder Begründer des "antitheaters"; Bühnenrollen u. a. in "Die Bettleroper"; Filme und Fernsehen u. a.: "Acht Stunden sind kein Tag", "Bolwieser", "Endstation Freiheit"; wirkte zum Teil auch als Drehbuchautor, Regieassistent und Produktionsleiter in 31 Fassbinder-Filmen mit; Veröffentl.: "Die Sehnsucht des Rainer Werner Faßbinder"

* 20. Juli 1941 Bergreichenstein/Böhmen

† 28. Juni 1988 Hamburg

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 41/1988

vom 3. Oktober 1988

Wirken

Kurt Raab wuchs ab 1945 in Bayern auf, zunächst im oberfränkischen Weißenbrunn, dann im niederbayerischen Steinbeißen, wo sein Vater als Pferdeknecht arbeitete. In Straubing besuchte er das Musische Gymnasium und lernte dort Wilhelm Rabenbauer (Peer Raben) kennen, mit dem er nach dem Abitur (1963) nach München ging. R. begann in München ein Studium der Germanistik und Geschichte, wandte sich dann aber bald dem Fernsehen zu, nachdem er schon während des Studiums als Kabelträger beim Fernsehen des Bayerischen Rundfunks gearbeitet hatte. Bis 1969 arbeitete er als Requisiteur für das ZDF und für die Bavaria Produktionsgesellschaft. In dieser Zeit lernte er 1966 am Münchener action-theater, an dem er zunächst als Kassierer tätig war, Rainer Werner Fassbinder (s.dort) kennen, mit dem ...