Lee de Forest

amerikanischer Funkingenieur; Pionier des Rundfunks und der drahtlosen Telegrafie; schuf wesentl. Grundlagen der Rundfunktechnik; Erfinder u. a. der Triode und des Audion

* 26. August 1873 Council Bluffs/IA

† 30. Juni 1961 Hollywood/CA

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 35/1961

vom 21. August 1961

Wirken

Lee de Forest wurde am 26. August 1873 in Council Bluffs (lowa) als Sohn eines Pfarrers geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Talladega (Alabama). Schon früh entschloß er sich, nicht der Familientradition entsprechend Geisteswissenschaften zu studieren. Er bezog vielmehr die Sheffield Scientific School, die naturwissenschaftliche Fakultät der Yale-Universität. Angeregt durch eine Vorlesung über die damals eben erst entdeckten Hertzschen Wellen, entschloß er sich zur Elektronik als Spezialfach. Nach Abschluß seines Studiums 1899 mit der Promotion zum Doktor der Naturwissenschaften (S.D. Science Doctor) trat d.F. in die Western Electric Company ein. Er wurde dort mit Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Telephonie betraut. Dann wurde ihm eine Gelegenheit gegeben, an seinem Hauptinteressengebiet zu arbeiten, an der Entwicklung einer brauchbaren Methode zur drahtlosen Übermittlung von Signalen.

Im Jahre 1900 baute er sein erstes Funkgerät und gab damit Berichte über eine Segelregatta an Zeitungsredaktionen durch. Da Marconi denselben Auftrag hatte, und sie sich über die Wellenlängen nicht geeinigt hatten, mißlang dieser Versuch ...