Leland H. Hartwell

amerikanischer Genetiker; Nobelpreis für Medizin 2001 zus. mit Timothy Hunt und Paul Nurse für die "fundamentalen biologischen Entdeckungen" hinsichtlich des Ablaufs und der Steuerung des Zellzyklus bei der Zellteilung

* 30. Oktober 1939 Los Angeles/CA

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 40/2009

vom 29. September 2009 (rw)

Herkunft

Leland H. Hartwell wurde am 30. Okt. 1939 in Los Angeles als Sohn von Ernest Hartwell, der Leuchtreklameschilder herstellte, und dessen Ehefrau Marjorie geboren.

Ausbildung

Vom familiären Hintergrund her akademisch weder besonders gefordert noch gefördert, war H. zunächst ein eher mittelmäßiger Schüler, der sich vorübergehend auch einer Jugendstraßengang namens "The Sinbads" anschloss. Nach Abschluss der High School (1957) ging er an das Glendale Junior College, wo er sich vor allem auf naturwissenschaftliche Fächer konzentrierte. Durch einen Zufall konnte er schon nach einem Jahr an das wesentlich renommiertere California Institute of Technology (CalTech) wechseln, das nach unerwarteten Ausfällen bei einem Studienjahrgang neue Studenten für das zweite Studienjahr rekrutierte. Hier fand er das intellektuell fördernde Umfeld, das er brauchte. Obwohl H. bereits als Kind lebhaftes Interesse an der Biologie gezeigt hatte, deren beobachtete Phänomene er zu verstehen trachtete, schrieb er sich zunächst in Physik ein, wechselte jedoch nach zwei ...