Lothar de Maizière

deutscher Jurist und Politiker; letzter Ministerpräsident der DDR 1990; Vorsitzender der CDU der DDR 1989-1990; DDR-Minister für Kirchenfragen 1989-1990; Bundesminister für besondere Aufgaben 1990; stellv. CDU-Vorsitzender 1990/91

* 2. März 1940 Nordhausen

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 26/2009

vom 23. Juni 2009 (rw), ergänzt um Meldungen bis KW 34/2018

Herkunft

Lothar de Maizière wurde am 2. März 1940 in Nordhausen als Sohn eines Rechtsanwalts geboren und stammt, wie er sagt, aus einem "aufgeklärten protestantischen Elternhaus". Der Vater, Clemens de Maizière (gest. 1980), war französisch-reformierten, die Mutter lutherischen Bekenntnisses. M. ist ein Neffe des fr. Generalinspekteurs der Bundeswehr, General Ulrich de Maizière, dessen Sohn Thomas de Maizière seit 2005 Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramts ist. Die Familie ist hugenottischen Ursprungs. M. hat eine Schwester, die Pastorin war.

Ausbildung

Schon als Schüler trat M. 1956 "aus purem Opportunismus", wie er später bekannte, der Ost-CDU, einer der vier Blockparteien in der DDR, bei. Wegen seines christlichen Bekenntnisses hatte er Schwierigkeiten an der Erweiterten Oberschule, d. h. in den letzten Klassen vor dem Abitur, das er 1958 am "Berlinischen Gymnasium zum Grauen Kloster" ablegte. An der Ost-Berliner Hochschule für Musik ...