Luc Bondy

Schweizer Theaterregisseur; Direktor des Théâtre de l'Odéon Paris 2012-2015; Intendant der Wiener Festwochen 2001-2013; Mitglied der Dreier-Direktion der "Berliner Schaubühne" 1985-1988; Schauspieldirektor der Wiener Festwochen 1998-1999

* 17. Juli 1948 Zürich

† 28. November 2015 Zürich

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 10/2016

vom 8. März 2016 (ds), ergänzt um Meldungen bis KW 34/2023

Herkunft

Luc Bondy wurde 1948 als Sohn des Literaturkritikers und Publizisten François Bondy in Zürich geboren. Die jüdische Familie seines Vaters stammte aus der Donaumonarchie; sein Urgroßvater hatte das Prager Theater geleitet. Sein Großvater Fritz Bondy war Assistent von Max Reinhardt gewesen und veröffentlichte später unter dem Pseudonym N. O. Scarpi. Der atheistisch erzogene B. wuchs in Zürich und in Frankreich auf. Zu den Freunden seiner Eltern gehörte Eugène Ionesco.

Ausbildung

Neun Jahre lang besuchte B. ein calvinistisches Internat in Le Perthuis im südwestfranzösischen Pyrenäenraum. Als Junge litt er unter Legasthenie und musste einige Klassen wiederholen. In Paris absolvierte er eine zweijährige Ausbildung an der Schauspielschule des Pantomimen Jacques Lecoq. Knapp 20-jährig stellte er in Paris an der internationalen Theateruniversität eine von ihm dramatisierte Gombrowicz-Novelle auf die Bühne.

Wirken

Frühe Karriere als Theaterregisseur in Deutschland

Frühe Karriere als Theaterregisseur in Deutschland1969 erhielt B. eine Anstellung ...