Lydia Hartl

deutsche Medienwissenschaftlerin; Kulturreferentin von München (2001-2007); Prof.; Dr. phil.; Dr. med.

* 1955 München

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 49/2006

vom 9. Dezember 2006 (se)

Herkunft

Lydia Andrea Hartl wurde 1955 in München geboren und wuchs in Schwabing auf.

Ausbildung

Nach dem Abitur in München studierte H. 1974-1981 an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) Humanmedizin mit den Schwerpunkten Neurowissenschaften und Ethnomedizin. Es folgte ein Studium der Psychologie mit den Schwerpunkten Wahrnehmungspsychologie und empirisch-klinische Psychologie. Sie schloss beide Studien mit der Promotion zum Dr. med. und Dr. phil. ab. Nach klinischer Arbeit und Forschungstätigkeit, u. a. am Max-Planck-Institut München, habilitierte sie 1994 über das Leib-Seele-Problem und die Geschichte des Körperverständnisses am Beispiel von Melancholie, Hysterie und Hypochondrie für die gesamte Psychologie.

Wirken

Bis 1994 übte H. in München eine Forschungstätigkeit zunächst am Max-Planck-Institut für Psychiatrie aus (Neuropsychophysiologie, Psychoendokrinologie, Interozeption), später an der Ludwig-Maximilians-Universität (biologische und psychologische Grundlagen von Gesundheit und Krankheit; Gender Studies). Ab 1994 lehrte sie als Professorin für Wahrnehmungspsychologie an der angesehenen Karlsruher Hochschule für Gestaltung (HfG). Bei der dortigen Rektoratswahl im Jan. 1999 unterlag sie dem Philosophen Peter Sloterdijk nur knapp. Als Expertin für Medienkunst geltend, war sie zuvor bereits am Aufbau des Zentrums für Kunst und Medientechnologie ...