Man Ray

amerikanischer Maler, Fotograf und Filmemacher; Mitbegründer der New Yorker Dadaistengruppe; schloss sich 1925 in Paris den Surrealisten an; schuf Fotomontagen, Fotogramme ("Rayographien"), Collagen, Gemälde und Filme

* 27. August 1890 Philadelphia/PA

† 18. November 1976 Paris (Frankreich)

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 17/1977

vom 18. April 1977 , ergänzt um Meldungen bis KW 13/2011

Wirken

Man Ray wurde am 27. August 1890 in Philadelphia als Sohn eines russisch-jüdischen Einwanderers geboren. Als er sieben Jahre alt war zog die Familie nach New York, wo er die Schule beendete. Anschließend studierte er hier Architektur und Ingenieurwissenschaften. Im Ferrer Center nahm er auch an Malkursen teil und besuchte immer wieder das Photo-Studio von Alfred Stieglitz und die Gallery 291 (moderne Kunst), die Stieglitz betrieb.

1913 heiratete er die junge französische Schriftstellerin Donna Lacroix, zog nach Ridgefield in New Jersey und versuchte hier eine Künstlerkolonie aus Schriftstellern und bildenden Künstlern zusammen mit Alfred Kreymborg zu gründen. In dieser Zeit und noch bis 1919 arbeitete R. zeitweise auch in einer Werbeagentur in New York.

Besonderen Eindruck machte die "Armory Show" in New York 1915 auf R. und andere junge Amerikaner, denn hier wurde die gesamte europäische künstlerische Avantgarde vorgestellt. Marcel Duchamp faszinierte ...