Manfred Gurlitt

deutscher Komponist und Dirigent; u. a. Generalmusikdirektor an der Staatsoper in Bremen 1924-1927; emigrierte in der NS-Zeit nach Japan, wo er 1953 ein eigenes Opernunternehmen gründete, die "Gurlitt Opera Company"; Kompositionen: Lieder, Orchester- und Kammermusik, Opern, u. a. "Die Heilige", "Wozzeck", "Nordische Ballade"

* 6. September 1890 Berlin

† 29. April 1972 Tokio (Japan)

Wirken

Manfred Gurlitt stammte aus Berlin und war der Sohn des bekannten Kunsthändlers Fritz G. Sein Großvater väterlicherseits, Louis G., war Landschaftsmaler, sein Großvater mütterlicherseits, Max Imhof, ein Schweizer Bildhauer und Schüler von Thorwaldsen. G. hat ein Gymnasium in Berlin besucht. Seine musikalische Ausbildung erhielt er in Klavier bei M.Mayer-Mahr und R.M.Breithaupt, in Theorie u.Kontrapunkt bei H.Kaun u.in Komposition bei Prof.Humperdinck. G. begann in den Jahren 1908-1910 seine Laufbahn als Korrepetitor an der Hofoper Berlin, wurde 1911 Kapellmeister in Essen und Assistent in Bayreuth und ging 1912-14 als Kapellmeister nach Augsburg. 1914 folgte er einem Ruf nach Bremen, wo er bis 1924 als Kapellmeister und von 1924 bis 1927 als Generalmusikdirektor gewirkt hat. Er war dort der Gründer und Leiter der Neuen Musikgemeinschaft. 1927 erhielt er einen Ruf an die Berliner Staatsoper, wo er bis 1933 tätig war. Gleichzeitig war ...