Marcello Viotti

Italienischer Dirigent; Chefdirigent des Bayerischen Rundfunkorchesters 1998-2004, Musikalischer Direktor des Teatro La Fenice 2002-2005; Repertoire: französische und italienische Opern

* 29. Juni 1954 Vallorbe (Schweiz)

† 16. Februar 2005 München

Herkunft

Marcello Viotti wurde 1954 im schweizerischen Vallorbe als Sohn italienischer Eltern geboren. Sein Vater war Schmied

Ausbildung

V. brach mit der Tradition seiner Familie und entschied sich gegen den Handwerkerberuf. Stattdessen absolvierte er eine Ausbildung zum Volksschullehrer. Am Konservatorium in Lausanne studierte er Klavier, Cello und Gesang. Erste Dirigiererfahrungen sammelte er als Direktor eines von ihm gegründeten Bläserensembles in Genf.

Wirken

1982 ging V. als Sieger aus dem Gino-Marinuzzi-Wettbewerb hervor und war ab 1985 für drei Jahre als ständiger Gastdirigent an der Opera Regio in Turin tätig. Dort dirigierte er nach zahlreichen Sinfoniekonzerten mit Giacomo Puccinis "Tosca" seine erste Oper. 1987 bis 1990 fungierte er als künstlerischer Leiter der Lucerne Opera, bevor er 1990 für drei Jahre den Posten des Generalmusikdirektors an der Oper in Bremen übernahm. Parallel zu diesem Engagement war er ab 1991 fünf Jahre Chefdirigent des Sinfonieorchesters des Saarländischen Rundfunks. 1993 wurde V. zum Ersten Gastdirigenten der Deutschen Oper Berlin berufen. Als einer von drei Hauptdirigenten leitete er 1996 bis 1999 das MDR-Symphonieorchester in Leipzig.

Der große ...