Martin Bormann

deutscher Politiker; Sekretär Adolf Hitlers

* 17. Juni 1900 Halberstadt

† 2. Mai 1945 Berlin

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 52/1999

vom 20. Dezember 1999 (lm)

Herkunft

Martin Bormann war der Sohn eines Militärmusikers.

Ausbildung

Er besuchte Schulen in Eisenach und Weimar und wurde kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs noch zur Artillerie eingezogen. Nach der Demobilmachung ging er als landwirtschaftlicher Eleve nach Mecklenburg und war dort von 1920 bis 1926 mit Unterbrechung in der Verwaltung eines größeren Gutes tätig.

Gleichzeitig betätigte er sich 1922 bis 1923 als Mitglied des "Freikorps Rossbach", das wie andere Freikorps auch unter Einsatz von Gewalt sozialistische Kreise bekämpfte. Im März 1924 wurde er wegen Beteiligung an dem sogenannten "Fememord Kadow" vom Reichsgericht zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Hierfür erhielt er später den sogenannten "Blutorden" der Nazis.

Wirken

Nach der Entlassung aus der Haft betätigte er sich zunächst in der rechtsextremen Organisation "Frontbann", trat aber erst 1927 Hitlers NSDAP bei und war fortan hauptberuflich in der Parteipolitik tätig. Nachdem er zunächst 1927-1928 als Presseobmann in Thüringen arbeitete und agitierte, wurde er 1928 in die Oberste SA-Führung nach München berufen. Von 1930 bis 1933 leitete er die Hilfskasse ...