Martin Bouygues

französischer Unternehmer

* 3. Mai 1952 Suresnes

Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 38/2008

vom 16. September 2008 (cs), ergänzt um Meldungen bis KW 20/2021

Herkunft

Martin Pierre Marie Bouygues wurde am 3. Mai 1952 in Suresnes (Hauts-de-Seine) als jüngster Sohn des Unternehmers Francis Bouygues (1922-1993) geboren.

Ausbildung

Nach dem Abitur (baccalauréat) besuchte B. die Université Paris Dauphiné.

Wirken

1974 trat B. ohne Examen in das 1952 von Francis Bouygues gegründete Bauunternehmen ein. Die Société Bouygues hatte mit zehn Angestellten im Raum Paris begonnen, expandierte während des damaligen Wirtschaftswunders (Trente Glorieuses) und entwickelte sich zum schließlich größten privaten Hochbaukonzern Frankreichs, der seither die meisten modernen Prestigebauten in Paris errichtete. Bereits 1956 war Bouygues zudem in die Immobilien-Wirtschaft (Entwicklung, Betrieb) eingestiegen. 1970 erfolgte ein Teil-Börsengang und dann die Internationalisierung, zunächst im Mittleren Osten. Dies glich bei Rezessionen wie nach der Ölkrise 1973 das stagnierende Europa-Geschäft aus.

Als B. 1974 in den Konzern eintrat, setzte dieser 1,8 Mrd. FF um. B. bewährte sich ab 1974 beim Neubau des Einkaufskomplexes Les Halles in Paris, dann übernahm er kaufmännische Aufgaben. Sein Vater, der zunächst einen älteren Sohn designiert hatte, bereitete B. bald systematisch auf die Nachfolge vor. 1978 gründete B. die Tochterfirma Maison Bouygues und ...